Nach dem Eierwurf auf Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Dazu würden Zeugen befragt und auch Videos gesichtet, sagte eine Sprecherin der Polizei. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und wegen Beleidigung, die gegen eine Person des politischen Lebens gerichtet ist (Paragraf 188 Strafgesetzbuch).

Bei der Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes wurde Giffey am Sonntag beschimpft und mit einem Ei beworfen. Ein Mitarbeiter wehrte das Ei jedoch mit einem Schirm ab. Sprecherinnen des Senats und des DGB bestätigten den Vorfall, der auch auf Videos auf Twitter zu sehen war. Aus der Menge wurde zudem lautstark gefordert, den Berliner Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungsbauunternehmen umzusetzen.

Gewerkschaftsvertreter und Politiker kritisierten die Attacke. Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, Katja Karger, teilte am Sonntagabend mit: „Protestieren ist erlaubt. Aber ein demokratischer Umgang heißt, einander trotz gegenteiliger Meinungen zuzuhören. Was hier von einigen geboten wurde, akzeptieren wir nicht. Wir verurteilen ein solches Verhalten grundsätzlich.“