Bath - Der Mathematiker Christoph Yates von der University of Bath hat für eine Sendung der BBC das Gesamtvolumen aller Sars-CoV-2-Viren auf der Erde ausgerechnet. Das Ergebnis: Sämtliche Coronaviren würden knapp ein Weinglas oder fast eine ganze Coladose ausfüllen.

Seine Frau hatte vorher geschätzt, es wäre vielleicht so viel, wie in ein olympisches Schwimmbecken passe. „Entweder das oder ein Teelöffel“, habe sie gesagt, wie der Forscher in einem Artikel für das englische Onlinemedium The Conversation schrieb. „Normalerweise ist es das eine oder das andere bei dieser Art von Fragen.“

Um das Volumen zu berechnen, habe er etliche Faktoren miteinbeziehen müssen. Zunächst sei wichtig gewesen, wie viele Menschen derzeit mit dem Coronavirus infiziert seien. Dabei habe er auch versucht, die Dunkelziffer mit einzuberechnen. Als Nächstes habe es zu bedenken gegeben, dass die Menge des Virus, die jeder der aktuell Infizierten mit sich herumträgt, davon abhänge, wie lange die Infektion zurückliegt. Im Durchschnitt geht man davon aus, dass die Viruslast etwa sechs Tage nach der Infektion ansteigt und ihren Höhepunkt erreicht, danach nimmt sie stetig ab.

Wenn man alle Beiträge zur Viruslast der etwa drei Millionen Menschen zusammenzählt, die sich in den vergangenen Tagen infiziert haben (unter der Annahme, dass diese Drei-Millionen-Rate ungefähr konstant ist), komme heraus, dass es zu jedem Zeitpunkt ungefähr 200 Quadrillionen (2x10¹⁷ oder 200 Millionen Milliarden) Viruspartikel auf der Welt gibt.

Das sei in etwa so viel, wie es Sandpartikel auf der Erde gebe. Aber da die einzelnen Viruspartikel gerade mal 523.000 Nanometer groß seien, ergebe sich am Ende eine gesamte Menge von 160 Millilitern.