Jerusalem - Bei einem Angriff auf ein Auto in der Nähe einer jüdischen Siedlung im Westjordanland sind ein Israeli getötet und zwei weitere durch Schüsse verletzt worden. Ein junger Mann sei seinen schweren Verletzungen erlegen, erklärte ein israelischer Arzt am Donnerstag. Die israelische Armee suchte nach eigenen Angaben rund um den Tatort nach Verdächtigen.

Laut den Rettungskräften war das Fahrzeug der drei Israelis im Norden des Westjordanlands in der Nähe der Siedlung Schawei Schomron bei der Stadt Nablus beschossen worden. Der Fahrer des Wagens und ein weiterer Insasse erlitten „leichte“ Verletzungen und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, israelische Soldaten hätten die Zufahrten nach Nablus gesperrt. Hunderte Autofahrer steckten auf umliegenden Straßen fest.

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett verurteilte in einer von seinem Büro veröffentlichten Erklärung den „schrecklichen“ Angriff. „Die Sicherheitskräfte werden die Terroristen sehr bald in die Hände bekommen“, versprach er. „Wir werden weiterhin alle notwendigen Maßnahmen gegen die terroristischen Gruppen in diesem Gebiet ergreifen“, sagte Verteidigungsminister Benny Gantz.

Der Angriff folgt auf eine Reihe von Vorfällen in den vergangenen Wochen. Zuletzt war ein palästinensisches Mädchen festgenommen worden, nachdem es mutmaßlich eine Israelin in Ost-Jerusalem mit einem Messer attackiert hatte.

In dem seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland gibt es immer wieder tödliche Zusammenstöße insbesondere zwischen Palästinensern und jüdischen Siedlern. Im Westjordanland leben etwa 2,8 Millionen Palästinenser und 475.000 jüdische Siedler.