München - Eine aktuelle Umfrage des Softwareunternehmens Kaspersky zeigt, dass sich 26 Prozent der in Deutschland befragten 16- bis 30-Jährigen vorstellen können, sich in eine Künstliche Intelligenz (KI) zu verlieben, die auf eigene Bedürfnisse hin programmiert wurde. Für die Umfrage befragte Arlington Research im Auftrag von Kaspersky Ende Januar/Anfang Februar 2021 insgesamt 1000 Bundesbürger im Alter von 16 bis 30 Jahren.

Während auf Algorithmen basierte Dating-Plattformen und Chatbots bereits seit längerem Alltag sind, ist es denkbar, dass Virtual Reality, KI und Robotik zukünftig ihren Platz im Liebesleben auf der ganzen Welt erobern. Jeder Vierte (25 Prozent) hält selbst die Möglichkeit, Sex mit einer menschlich gestalteten KI zu haben, für denkbar – wobei hierbei die befragten Männer mit 32 Prozent deutlich häufiger zustimmten als Frauen (18 Prozent). „Da KI-Beziehungen bisher noch eine gesellschaftliche Randerscheinung sind, existieren über dieses Thema nur wenige Studien“, sagt Anne Mickler, Pressesprecherin für die Region DACH bei Kaspersky.

Knapp ein Drittel (30 Prozent) der Umfrageteilnehmer schreibt Künstlicher Intelligenz die Fähigkeit zu, ihre Suche nach dem idealen Partner bestmöglich zu unterstützen. KI sei in der Lage, ein perfektes Suchprofil zu generieren und optimale Partnerempfehlungen zu geben, um unpassende Matches zu vermeiden. Etwas mehr als ein Viertel (29 Prozent) verspricht sich dadurch bessere Chancen auf Partnerportalen oder entsprechenden Apps. Darüber hinaus trauen 27 Prozent einer mittels KI zustande gekommenen Beziehung mehr Langfristigkeit zu.

Gewisse Wunschvorstellungen an die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz gehen jedoch über eine erfolgreiche Kontaktanbahnung oder körperliche Beziehungen weit hinaus. So gaben 29 Prozent der Befragten an, ehemalige oder verstorbene Partner – sofern dies denn möglich wäre – in die Cloud hochzuladen und als KI zu lieben. Der Wunsch, einen verlorenen Partner mithilfe technologischer Möglichkeiten langfristig zu konservieren, ist bei Männern mit 34 Prozent stärker ausgeprägt als bei Frauen mit 23 Prozent.