Seine Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter ist noch nicht über die Bühne gegangen, da bringt US-Milliardär Elon Musk den Kauf des Getränkekonzerns Coca-Cola ins Spiel. Er wolle das Unternehmen mit Sitz in Atlanta kaufen, um eine längst aus der Rezeptur entfernte Zutat wieder einzuführen – das Kokain. „Next I’m buying Coca-Cola to put the cocaine back in“, twitterte Musk am Donnerstag. Auf Deutsch: „Als nächstes kaufe ich Coca-Cola, um das Kokain wieder hinein zu machen.“ Der Tweet löste zahlreiche und vor allem augenzwinkernde Reaktionen aus.

„Kauf Kolumbien und stell dein eigenes Kokain her“

Twitter-Nutzer „Baby Doge“ schlug Musk eine neue Verpackung vor. Er postete das Bild eines Drogentütchens voller Pulver mit „Coke“-Logo. Das Wort „Coke“ kann im Englischen sowohl eine Cola als auch die Droge Kokain bezeichnen. Der Nutzer „Pranay Pathole“ forderte Musk auf, die damals tatsächlich kokainhaltige Original-Cola aus dem 19. Jahrhundert wieder einzuführen. Das Getränk enthielt bei seiner Markteinführung im Jahr 1886 einen geringen Anteil der Droge. Die Mixtur wurde 1903 verboten.

Ein weiterer Twitter-Nutzer postete die Börsenkurse der The Coca-Cola Company mit dem Hinweis: „Elon, you are too poor to buy Coca-Cola.“ Der Milliardär sei zu arm, um den Coca-Cola-Konzern zu kaufen. Auf Twitter verbreiteten sich aber auch Vorschläge, welche Unternehmen Elon Musk noch übernehmen sollte. Ein Nutzer schlug das Videoportal TikTok vor. Er schrieb: „Buy TikTok and delete it“ („Kauf TikTok und lösch es“). In einem Tweet aus Südamerika hieß es: „Compra colombia y fabricas tu propia cocaina“ („Kauf Kolumbien und stell dein eigenes Kokain her“).

Was Elon Musk mit einem einzigen Tweet anrichten kann

Es ist nicht das erste Mal, dass Tesla-Chef Musk mit einem Tweet oder mit anderen, scheinbar beiläufigen Aussagen für Furore sorgt. 2017 scherzte der Milliardär mit dem Komiker Dave Smith über den Kauf von Twitter. Fünf Jahre später ist Musks Twitter-Übernahme für 44 Milliarden US-Dollar so gut wie gelaufen. Auch Börsenkurse kann Musk mit einem einzigen Tweet steil nach oben steigen oder abstürzen lassen. Beides führte er anhand der Kryptowährung Bitcoin vor. Und mag der Cola-Tweet auch ein Scherz sein: Bis Donnerstag, 17.30 Uhr, erreichte der Tweet 3,5 Millionen Likes und über eine halbe Million Retweets – das ist selbst für Elon Musk gewaltig.