BerlinStaatliche Finanzhilfen für junge Eltern sollen in Zukunft einfacher beantragt werden können. Ein vom Bundestag verabschiedetes Gesetz macht es möglich, die Geburtsurkunde, das Elterngeld und das Kindergeld gleichzeitig online zu beantragen. Mütter und Väter sollen dadurch von überflüssiger Bürokratie befreit werden. 

„Kindergeld beantragen wird endlich so einfach wie Onlinebanking oder Onlineshopping“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU). Allerdings muss nach dem Bundestag auch noch der Bundesrat zustimmen, damit die Neuregelung zum Jahreswechsel in Kraft treten kann.

Die Reform sieht eine Bündelung von Leistungen sowie einen elektronischen Datenaustausch zwischen verschiedenen Behörden vor. Informationen über die Geburt des Kindes sollen auf diesem Weg ebenso automatisch weitergeleitet werden wie Angaben über das Einkommen der Eltern, von dem dann die Höhe des Elterngeldes abhängt.

Bisher muss der Antrag auf Kindergeld ausgedruckt und schriftlich an die Familienkasse geschickt werden. Beim Elterngeld gibt es derzeit in einigen Bundesländern Onlineanträge, in anderen nicht. Die Geburt des Kindes muss bislang beim Standesamt angezeigt werden, das dann die Geburtsurkunde ausstellt, die wiederum vorgelegt werden muss, um Elterngeld zu beantragen.