Amsterdam - Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) berät am Donnerstag in einer Sondersitzung über die Sicherheit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Erwartet wird, dass die EMA im Anschluss eine abschließende Empfehlung abgibt. Nach Berichten über das Auftreten schwerer Blutgerinnsel bei einigen Impf-Patienten hatten Deutschland und mehrere weitere europäische Staaten die Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers vorerst gestoppt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte dies als reine Vorsichtsmaßnahme bezeichnet.

In der EU ist der Astrazeneca-Impfstoff seit Ende Januar für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Es war der dritte Impfstoff, der eine EU-weite Zulassung erhielt. Die Bundesregierung plant, den verschobenen Impfgipfel so schnell wie möglich nachzuholen. Berlin bereitet sich auf die Fortsetzung der Impfungen mit Astrazeneca ab Freitag vor. „Wir sind ab Freitag impfbereit“, sagte Moritz Quiske, Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung.