EMA genehmigt Auffrischimpfung mit Wirkstoff von Biontech

Impfwillige können nun auch eine dritte Dosis des Wirkstoffs von Biontech und Pfizer erhalten. Die EMA gab grünes Licht für eine Corona-Booster-Impfung.

Eine Frau lässt sich in der Praxis ihrer Hausärztin die dritte Impfung injizieren (Symbolbild).
Eine Frau lässt sich in der Praxis ihrer Hausärztin die dritte Impfung injizieren (Symbolbild).dpa/Wolfgang Kumm

Den Haag-Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus mit dem Biontech-Impfstoff genehmigt. Eine Booster-Impfung mit dem Corona-Vakzin des Mainzer Unternehmens und seines US-Partner Pfizer komme für Menschen ab 18 Jahren in Betracht, erklärte die EMA am Montag. Die dritte Impfung soll demnach frühestens sechs Monate nach Verabreichung der zweiten Dosis erfolgen.

Einige Länder haben bereits damit begonnen, Auffrischungsimpfungen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen anzubieten. In Deutschland werden etwa Bewohner und Beschäftigte von Pflegeheimen sowie medizinisches Personal erneut geimpft. Befürworter einer Drittimpfung argumentieren, eine zusätzliche Impfdosis erhöhe den Schutz vor einer Infektion. Kritiker fordern dagegen, zuerst nicht gegen das Coronavirus geimpfte Menschen etwa in Entwicklungsländern zu immunisieren.

Neben den Unternehmen Biontech und Pfizer hat auch der US-Impfstoffhersteller Moderna eine Zulassung für eine Drittimpfung in der EU beantragt.