Los Angeles - Eine Frau in Kalifornien hat ein Kind fremder Eltern zur Welt gebracht. Das Ehepaar besuchte eine Kinderwunschklinik in Los Angeles, um eine In-vitro-Fertilisation – eine Methode der künstlichen Befruchtung – durchführen zulassen. Dabei kam es zu einer Verwechslung der Embryonen. In der am Montag bei Gericht in Los Angeles eingebrachten Klageschrift heißt es, die Embryonen zweier Paare seien in der Klinik „wahrscheinlich aus Nachlässigkeit“ vertauscht worden.

Das Mädchen wurde im September 2019 geboren. Er habe gleich Zweifel gehabt, denn das Baby hatte eine dunkle Haut und tiefschwarze Haare, sagte der Vater. Ein Gentest zeigte, dass die Eheleute nicht die biologischen Eltern des Kindes sein konnten. Es stellte sich heraus, dass ihr Embryo einer anderen Frau eingepflanzt wurde, die ihr Kind eine Woche nach der Geburt des Mädchens zur Welt brachte. Die Babys waren vier Monate alt, als die Eltern den Tausch vornahmen und jeweils ihre biologischen Kinder erhielten.

Das Ehepaar geht nun gerichtlich gegen die Klinik vor. wie Mit der Klage wollen sie auch auf häufig vorkommende Pannen, Nachlässigkeiten und mangelnde Kontrolle in dem Geschäft mit künstlicher Befruchtung aufmerksam machen, teilte ihr Anwalt mit. Wie aus der Klageschrift hervorgeht, pochen die Anwälte nun auf Schadensersatz wegen eines emotionalen Traumas. Auch das andere betroffene Ehepaar will eine Klage einreichen.