Hamburg - In der CDU gibt es Empörung über die Idee der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), Gott künftig mit Gendersternchen zu schreiben. Der Hamburger CDU-Vorsitzende Christoph Ploß sagte der Rheinischen Post: „Dass die Gender-Debatte jetzt nicht einmal vor dem lieben Gott haltmacht, zeigt den ideologischen Furor hinter der Identitätspolitik.“

Es sei keine gute Entwicklung, wenn sich irgendwann jede Diskussion nur noch um Merkmale wie Geschlecht oder Hautfarbe und die ständige Betonung solcher Unterschiede drehe, sagte Ploß. „Das spaltet die Gesellschaft in einzelne Gruppen, statt sie zusammenzuführen“, mahnte Ploß.

Die KjG ist nach eigenen Angaben auf der Suche nach Gottesbezeichnungen, „die mehr umfassen als die männlich weiße Vorstellung von Gott“. Zugleich räumt die KjG ein, dass „viele Katholik*innen mit der Verwendung des Gottesbegriffs im tradierten Sinne religiöse Heimat“ verbänden. „Die Einführung von ‚Gott*‘ wird daher innerhalb des Verbandes sensibel vorbereitet.“