Energiekrise: Gottesdienste sollen nicht mehr in der Kirche stattfinden

Die evangelische Kirche erwägt aufgrund der hohen Heizkosten unkonventionelle Maßnahmen. Im Winter sollen auch alternative Räumlichkeiten genutzt werden. 

Die evangelische Kirche will Gottesdienste im Winter in Gemeindehäuser verlegen (Symbolbild).
Die evangelische Kirche will Gottesdienste im Winter in Gemeindehäuser verlegen (Symbolbild).epd/Paolo Galosi

Um hohe Heizkosten in alten Kirchen zu vermeiden, erwägt die evangelische Kirche offenbar unkonventionelle Maßnahmen. Deutlich mehr Gemeinden als bisher würden ihre Gottesdienste in diesem Winter in die Gemeindehäuser verlegen, sagte der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm der Augsburger Allgemeinen vom Mittwoch. 

„Auch eine kluge Raumplanung wird helfen - wenige geheizte Räume intensiv nutzen, andere ungeheizt lassen“, fügte er hinzu. Allerdings sei auch abzuwarten, was die Coronalage im Winter überhaupt erlaube. Ob auch andere evangelische Landeskirchen dem Vorschlag folgen, war zunächst unklar.

In der Kirche seien Energiesparen und Klimaschutz schon seit Jahren wichtige Themen. „Die ökologische Transformation unserer Kirche wird jetzt noch einmal wichtiger“, sagte Bedford-Strohm angesichts der Energiekrise.