Das kommt auf Mallorca nicht alle Tage vor: Ein Erdbeben hat Bewohner mehrerer Gemeinden nördlich der Inselhauptstadt Palma beim Abendbrot in Schrecken versetzt, wie die Zeitung Diario de Mallorca und andere Regionalmedien am Mittwoch berichteten. 124 „erschrockene Bürger“ hätten am Dienstagabend die Notrufnummer 112 angerufen, teilte die Polizei der spanischen Urlaubsinsel am Mittwoch mit. Verletzte habe es aber nicht gegeben.

Die Erdstöße seien unter anderem in Deià, Bunyola sowie in nördlichen und nordöstlichen Vororten von Palma und zum Teil auch in der Hauptstadt deutlich zu spüren gewesen. Nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts IGN hatte es zunächst um 19.46 Uhr ein Beben der Stärke 2,2 gegeben. Genau zwei Stunden später sei ein zweiter Erdstoß der Stärke 2,5 registriert worden. Die Epizentren seien in Deià und Bunyola gewesen. Viele Menschen hätten gedacht, es habe große Explosionen gegeben.

„Der Boden zu Hause hat gebebt, das zweite Mal war deutlich stärker als das erste Mal“, erzählte Aina Hernández aus Pòrtol, rund 15 Kilometer nordöstlich von Palma, der Zeitung Diario de Mallorca. „Was für ein Schreck, alles hat gewackelt“, sagte sie. Im Netz berichteten Bürger unter anderem von zersplitterten Fensterscheiben. Auch die Haustiere seien aufgeschreckt worden. Nach Angaben der Feuerwehr gab es allerdings keine nennenswerten Sachschäden.