Genf - Die Erde wird sich bei der derzeitigen Entwicklung bereits gegen 2030 um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmen und damit zehn Jahre früher als 2018 prognostiziert. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Bericht des Weltklimarats IPCC hervor. Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Die Erderwärmung ist laut UN-Klimaexperten „eindeutig“ durch den Menschen verursacht. Die Erwärmung um 1,1 Grad seit dem 19. Jahrhundert sei bis auf einen Bruchteil auf den Menschen zurückzuführen, heißt es Bericht. „Die Rolle des menschlichen Einflusses auf das Klimasystem ist unbestritten“, erklärte Valérie Masson-Delmotte, Ko-Vorsitzende der zuständigen IPCC-Arbeitsgruppe.

Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel und das Schmelzen der Gletscher sind laut Weltklimarat bereits heute „unumkehrbar“. Selbst bei einer drastischen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen würden die Meeresspiegel weiter ansteigen und „für tausende Jahre erhöht bleiben“. Die Meeresspiegel könnten demnach bis zum Jahr 2100 um bis zu einen Meter steigen.