Die Tierschutzorganisation Peta prangert die Haltung von Giraffen in Zoos an. In den letzten 13 Jahren sind 40 der Tiere in deutschen Zoos verfrüht gestorben.
Foto: AFP/ EZEQUIEL BECERRA

BerlinMindestens 40 Giraffen sind zwischen 2007 und 2020 in deutschen Zoos verfrüht gestorben. Darauf weist die Tierschutzorganisation Peta in einer aktuellen Mitteilung hin. Die Tiere hätten „eine empfindliche Anatomie und sind in Gefangenschaft rutschigen und harten Böden, engen Boxen, riskanten Transporten und Narkotisierungen ausgesetzt“.

Durch diese Haltung passieren laut Peta „immer wieder tragische Unfälle, was zu einer sehr hohen Sterberate bei den Tieren führt“. Allein im Jahr 2019 verstarben demnach insgesamt 10 Giraffen, drei davon im Sommer 2019 im Magdeburger Zoo.

Zuerst traf es Giraffendame Femke und ihr Kind. Nur wenige Minuten, nachdem Femke ein totes Baby zur Welt brachte, starb sie an einem Gebärmutterriss und den Folgen einer unerkannten Blutarmut. Eine Woche später kam während eines Konzerts auf dem Zoogelände ein weiteres Giraffenbaby zur Welt, die Schwangerschaft war unbemerkt geblieben.

Nur fünf Wochen später verstarb auch dieser kleine Giraffenbulle nach einem Kreislaufzusammenbruch. Er war von seiner Mutter verstoßen worden und litt laut Peta unter einer polyarthritischen Gelenksentzündung.

Diese und weitere Beispiele zeigen nach Peta-Angaben, wie schnell „die unnatürliche und tierschutzwidrige Haltung von Giraffen im Zoo“ die Tiere ihr Leben kosten kann. Viele der verstorbenen Giraffen wurden keine zehn Jahre alt. Die meisten Tiere starben laut Peta an Verletzungen und gesundheitlichen Problemen. In freier Wildbahn werden Giraffen im Durchschnitt etwa 25 Jahre alt.