London - Rockstar Eric Clapton hatte nach seiner Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin mit schweren Impfreaktionen zu kämpfen. „Ich bekam die erste Spritze und hatte sofort Nebenwirkungen“, schrieb der 76-jährige Gitarrist und Sänger („Tears in Heaven“) in einem Brief an den italienischen Architekten Robin Monotti Graziadei. Das Schreiben, das zunächst auf Telegram kursierte, wurde durch das US-Musikmagazin Rolling Stone als echt verifiziert

Die Nebenwirkungen der Impfung hätten, so Eric Clapton, vorerst zehn Tage angehalten. Die zweite Spritze sechs Wochen später habe dann zu weiteren schmerzhaften Symptomen geführt. „Unnötig zu sagen, dass die Reaktionen katastrophal waren, meine Hände und Füße waren erfroren, taub oder brannten und waren für zwei Wochen so gut wie unbrauchbar“, wird Clapton zitiert. Er habe befürchtet, nie wieder Gitarre spielen zu können und bereue die Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin. 

Nervenkrankheit begünstigte womöglich die Nebenwirkungen 

Die Impfung des britischen Rockstars fand allerdings unter besonderen Vorzeichen statt. Clapton leidet nach eigenen Angaben an einer Nervenkrankheit (periphere Neuropathie). Dennoch habe es geheißen, so beklagt er, dass der Impfstoff für jeden sicher sei. „Propaganda“ nennt Clapton solche Versprechen nun. Seine Erfahrungen mit Astrazeneca seien „desaströs“. Inzwischen habe er sich aber von den Nebenwirkungen erholt.

Clapton hatte sich schon früher kritisch zum Thema Corona geäußert – zumindest indirekt. So spielte er den von Van Morrison komponierten Song „Stand and deliver“, der von einigen britischen Journalisten als Corona-Verschwörungshymne verstanden wurde. In Deutschland wird Astrazeneca für Menschen ab 60 Jahren empfohlen. Jüngeren Impfwilligen raten die Behörden, sich zunächst ärztlich beraten zu lassen. Im Zusammenhang mit Astrazeneca-Impfungen waren vereinzelt mitunter tödliche Thrombosen aufgetreten, insbesondere bei jüngeren Frauen.