Hunderte Menschen sind am Montag wieder landesweit in Brandenburg auf die Straße gegangen, um gegen die bestehenden Corona-Maßnahmen zu protestieren. Die Demo-Teilnehmer forderten weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen oder sprachen sich gegen eine Impfpflicht aus. Nichtangemeldete Demonstrationen und sogenannte Spaziergänge unter anderem in Jüterbog und Teltow (Landkreis Teltow-Fläming) sowie in Kleinmachnow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) wurden nach Angaben eines Sprechers der Polizeidirektion West untersagt und für beendet erklärt. Die Identitäten mehrerer Personen seien festgestellt worden. In Jüterbog habe in dem Zusammenhang ein Teilnehmer Widerstand geleistet.

In Potsdam trafen sich wie in den Vorwochen am Bassinplatz Menschen, die durch die Stadt zogen. Sie forderten eine Aufhebung der Corona-Maßnahmen. Das Bündnis „Solidarisches Potsdam“ hatte zu einer Gegenaktion aufgerufen, um Corona-Leugnern nicht Raum in der Stadt zu überlassen.

Cottbus: Rund 750 Menschen bei Kundgebung

In Cottbus nahmen etwa 750 Menschen an einer angemeldeten Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen teil. Den anschließenden Demonstrationszug musste die Polizei stoppen, weil sich Teilnehmer nicht an die Hygieneanordnungen hielten, keine Mund-Nasen-Masken trugen oder die Abstände nicht einhielten, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Süd auf Anfrage. Als sich der Vorfall wiederholte, habe die Polizei die Versammlung für beendet erklärt und aufgelöst. Bis Sonntag herrschte in der Lausitzstadt ein generelles Verbot nicht angemeldeter Versammlungen. Im Bereich der Polizeidirektion habe es noch etwa 20 weitere Veranstaltungen in mehreren Orten gegeben, hieß es.

Bund und Länder wollen den weiteren Kurs in den Corona-Maßnahmen an diesem Mittwoch in einer neuen Schalte der Ministerpräsidentenkonferenz festlegen. Erwogen wird ein Stufenplan für den weitgehenden Wegfall der Schutzmaßnahmen bis zum Frühlingsanfang am 20. März. Das sieht ein zwischen Kanzleramt, Vorsitz und Co-Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz abgestimmter Vorschlag vor.