Berlin - Unbekannte haben erneut auf dem Kfz-Sichergestellungsgelände der Polizei in Biesdorf versucht, einen BMW anzuzünden. Immer wieder versuchen unbekannte Brandstifter, auf dem Polizeigelände an der Cecilienstraße Autos in Brand zu setzen, um vermutlich Spuren zu beseitigen. Erst Ende Oktober wurde ein BMW angezündet, woraufhin das Feuer auf zehn weitere Autos übergriff. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin kritisiert seit Jahren, dass die Liegenschaften der Polizei nicht ausreichend geschützt seien. 

Bei den letzten Brandstiftungen hatten sich die Täter mitten in der Nacht auf das Kfz-Sichergestellungsgelände in Biesdorf geschlichen. Diesmal agierten sie besonders dreist. Sie brachen am frühen Mittwochabend ein, während auf der Dienststelle der Polizei, die sich direkt neben dem eingezäunten Parkplatz befindet, noch relativ viel Bewegung war. Gegen 20.20 Uhr Flammen bemerkte ein Wachmann eines privaten Sicherheitsdienstes lodernde Flammen auf einem Autodach. 

Der oder die Täter hatten nach Angaben der Polizei eine Toilettenpapierrolle angezündet. „Alarmierte Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 32 löschten die Flammen und alarmierten den Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion 3 zur Spurensuche“, erklärte ein Polizeisprecher. Der sichergestellte BMW, der dicht am Zaun stand, wurde dabei leicht beschädigt. Die Heckscheibe des danebenstehenden Pkw wurde durch die Hitzentwicklung teilweise zerstört. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der brennende Gegenstand von der anderen Seite über den Zaun geworfen wurde.

GdP fordert besseres Wachpersonal 

An der Cecilienstraße stehen Autos, die aus verschiedenen Gründen sichergestellt oder beschlagnahmt wurden. Fast alle sind Träger von Spuren, die in Strafverfahren eine Rolle spielen.

GdP-Landeschef Norbert Cioma wies am Donnerstag erneut auf die ungenügenden Sicherheitsmaßnahmen an den Polizeiliegenschaften hin. „Der Schutz von Polizeidienststellen gehört in staatliche Hand. Bei allem Verständnis für die aktuelle Pandemie, aber es ist nicht zu verstehen, dass die Polizei Impfzentren schützen soll, aber sich Kriminelle auf Polizeigelände immer wieder austoben können“, erklärte Cioma. Es ginge nicht nur um Fahrzeuge, sondern vor allem auch um die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen.