Berlin - Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte von öffentlichen und privaten Banken in Berlin erneut zu Warnstreiks auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus beiden Bereichen sollen an diesem Freitag ganztägig die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Am Vormittag ist eine Kundgebung vor dem Brandenburger Tor geplant. Später wollen die Beschäftigten vor das Hauptgebäude des Bundesverbands Öffentlicher Banken ziehen. Er rechne mit einer hohen Beteiligung, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Sebastian Orthmann.

Aufgerufen sind Beschäftigte unter anderem der Berliner Sparkasse, der Landesbank Berlin, der Investitionsbank Berlin oder der Norddeutschen Bausparkasse Berlin-Hannover. Bei den privaten Banken sind laut Verdi die Deutsche Bank, die Targobank, die Commerzbank sowie Unicredit betroffen.

Verdi: Homeoffice soll bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit möglich sein

Die Gewerkschaft verhandelt derzeit getrennt für die öffentlichen und privaten Banken in Deutschland über neue Tarifverträge. Verdi fordert unter anderem 4,5 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit sowie eine „soziale Komponente“ von 150 Euro. Es geht aber auch um verbindliche tarifliche Regelungen für flexiblere Arbeitsbedingungen. Das Thema mobiles Arbeiten und Homeoffice ist für beide Bankengruppen einer der Knackpunkte der Tarifverhandlungen. Verdi will erreichen, dass Bankbeschäftigte bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit mobil arbeiten dürfen.

Bei den öffentlichen Banken kamen beide Seiten zuletzt am 19. Oktober zusammen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 19. November geplant. Bei den Privaten gab es die jüngste Runde Ende September.