Die MS Astor.
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BerlinIn der Kreuzfahrtindustrie gibt es den ersten großen Insolvenzfall. Die britische Firma South Quay Travel Limited, die in Deutschland unter dem Namen Transocean Kreuzfahrten operiert, hat am Montag Insolvenz angemeldet. Das teilte Transocean Kreuzfahrten auf seiner Website mit. Alle Reisen seien abgesagt, hieß es dort.

Transocean Kreuzfahrten beförderte mit einer Flotte kleinerer Schiffe über 80.000 Passagiere pro Jahr. Zu den bekanntesten Schiffen gehören die MS Astor und die MS Vasco Da Gama. Auch auf Flüssen war Transocean Kreuzfahrten unterwegs: Die MS Belvedere auf Main und Donau, die TC Bellevue auf Rhein und Mosel und MS Sans Souci auf Oder, Elbe, Havel und Ostsee.

Laut Transocean Kreuzfahrten sind die von der South Quay Travel Limited verkauften Kreuzfahrtpakete durch Sicherungsscheine der ABTA Ltd. (Association of British Travel Agents) mit Sitz in London geschützt. Kunden, die eine Pauschalreise über ein Reisebüro gebucht haben, sollen sich an das entsprechende Reisebüro wenden. Wer direkt bei der South Quay Travel Limited gebucht hat, sollte die  die Website www.abta.com/failures aufrufen. Dort erfahren Kunden, wie sie ihre Ansprüche geltend machen können.