Berlin - Bei einer Wildgans in Steglitz-Zehlendorf wurde der Erreger der Geflügelpest nachgewiesen. Dies bestätigte das Bezirksamt erst am Donnerstag, obwohl der Fall erst seit dem Wochenende bekannt ist. Die Wildgans wurde am Samstag, 21. November 2020 in der Kommandantenstraße tot aufgefunden, wie die Berliner Zeitung berichtete.

In Absprache mit der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung haben die Amtstierärztinnen und -ärzte der Berliner Bezirke und somit auch die die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks am Montag, 23. November entschieden, vorerst keine allgemeine Aufstallungspflicht anzuordnen, da es sich dabei um den ersten und bisher einzigen Fall in Berlin handelt. 

Michael Karnetzki teilt mit: „Die Tatsache, dass die tote Wildgans in Steglitz-Zehlendorf aufgefunden wurde, ist in diesem Zusammenhang nur ein Zufall, aus dem für den Bezirk keine besondere Handlungsnotwendigkeit erwächst.“

Anders als anderen Fällen, beispielsweise in Rostock, in denen Hunderte Enten und Hühner getötet wurden, gibt sich das Bezirksamt in Berlin gelassen.  Bezirksstadtrat Michael Karnetzki sieht in diesem Zusammenhang „keine besondere Handlungsnotwendigkeit“. Vom Fund eines einzelnen Tiers gehe noch keine Gefahr der Ausbreitung aus. Die geflügelhaltenden Betriebe und Einrichtungen in der Umgebung werden jedoch informiert.