San Salvador - El Salvadors Präsident Nayib Bukele will die Kryptowährung Bitcoin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel in dem mittelamerikanischen Land machen. In einer Videobotschaft anlässlich einer Bitcoin-Konferenz in Miami am Samstag kündigte er einen entsprechenden Gesetzentwurf für nächste Woche an. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu schaffen und tausenden Menschen in den legalen Wirtschaftskreislauf verhelfen. 

In El Salvador haben Präsident Bukele zufolge 70 Prozent der Bevölkerung kein Bankkonto und arbeiten im informellen Wirtschaftssektor. „Dies wird das Leben und die Zukunft von Millionen von Menschen verbessern“, sagte der Präsident.

Nach Angaben des Chefs des Zahlungsdienstleisters Zap, Jack Mallers, wäre El Salvador das erste Land der Welt, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zulässt.

Bitcoin-Zahlungen und Transaktionen erfolgen via Internet. Bitcoins können per „Mining“ hergestellt, gekauft und verkauft, also in reale Währungen umgetauscht werden. Der Bitcoin-Kurs ist jedoch extrem anfällig für öffentliche Äußerungen und Zuspruch durch bekannte Persönlichkeiten. So rüttelte zuletzt etwa Tesla-Chef Elon Musk den Kurs durcheinander – indem der Autobauer zunächst Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptierte und dann wieder davon abrückte.