New York - Das bekannte Auktionshaus Christie’s hat erstmals sogenannte Kryptokunst versteigert. Ein Online-Wettbieten um das Digitalwerk „Everyday: The First 5000 Days“ des Künstlers Mike Winkelmann alias Beeple endete am Donnerstagnachmittag mit einem Höchstgebot von 69.346.250 Dollar. Der Kaufpreis kann in der Kryptowährung Ether bezahlt werden.

Bei dem Kunstwerk handelt es sich um eine Collage aus 5000 Bildern, die aus 21.000 Pixeln im Quadrat und damit aus 316.939.910 Bytes besteht. Die Bilder hatte der amerikanische Künstler Beeple zuvor bereits als fortlaufendes Projekt auf seinem Instagram-Kanal beeple_crap präsentiert. Dort teilt er seit 2007 jeden Tag ein grotesk-hyperrealistisches Bild im Stil von Internet-Memes. In seiner Kunst nimmt der politische Cartoonist Bezug auf aktuelle Geschehnisse. Inzwischen folgen ihm dabei über zwei Millionen Abonnenten.

Blockchain-Technologie macht digitale Kunstwerke einzigartig

Dass nun erstmals ein rein digitales Kunstwerk bei Christie’s unter den Hammer kam, wird von Experten als Durchbruch für die Kryptokunst gewertet. Diese wird durch das Prinzip sogenannter Non-Fungible-Tokens (NFT) ermöglicht. Dabei handelt es sich um nicht austauschbare oder replizierbare kryptografische Münzen oder Token. Ein Token stellt dabei Regeln auf einer Blockchain dar, die durch Smart Contracts verschlüsselt werden. Jeder Token gehört dabei zu einer Blockchain-Adresse. Dadurch wird das digitale Kunstwerk einzigartig.