Das Sportgericht des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) verhandelt am 7. Juni über die Vorgänge beim Spiel der C-Jugend zwischen dem Berliner Athletik Klub und dem SC Staaken. Das teilte der BFV am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei dem Spiel am Sonnabend auf dem George-Floyd-Platz im Poststadion hatte ein Vater nach einem Foul an seinem Sohn den Spieler vom SC Staaken auf dem Platz gewürgt und zu Hilfe eilende Personen bedroht. Der Fußball-Verband wird sich zum laufenden Verfahren nicht äußern.

Polizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung ein

Laut dem Polizeibericht soll der 47 Jahre alte Vater gegen 11.20 Uhr nach einem Foul an seinem Sohn den 15 Jahre alten Gegenspieler des Sohnes gewürgt und im Nacken gepackt haben. Als Zuschauer zu Hilfe eilten, soll der Vater ein Messer gezückt und Stichbewegungen angedeutet haben. Als Polizisten ihn später durchsuchten, konnte das Messer jedoch nicht gefunden werden.

Nach der Feststellung der Personalien wurde der Mann wieder freigelassen. Der 15-Jährige hatte ärztliche Hilfe abgelehnt und wurde seinen Eltern übergeben. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Spieler und wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegenüber den Zuschauern ein. Ob die Staatsanwaltschaft tätig wird, sei noch unklar, teilte die Polizei auf Anfrage mit.