Die Klimaschützerin Great Thunberg kritisiert die Einigung beim EU-Gipfel als unzureichend.
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Berlin Klimakämpferin Greta Thunberg hält die Einigung der Staats- und Regierungschefs der EU mit Blick auf das Klima für völlig unzureichend. Der Gipfel habe lediglich ein paar „nette Worte“ sowie einige vage und unvollständige Klimaziele zustande gebracht. „Solange die Klimakrise nicht als eine Krise behandelt wird, bleibt das notwendige Handeln außer Sichtweite“, schrieb die 17-Jährige am Dienstag bei Twitter.

Thunberg und ihre deutsche Fridays-for-Future-Mitstreiterin Luisa Neubauer hatten die EU kurz vor dem Brüsseler Sondergipfel gemeinsam mit den beiden Belgierinnen Anuna de Wever und Adélaïde Charliér zu Maßnahmen für den Klimaschutz aufgerufen.

In einer gemeinsamen Erklärung schrieben sie am Dienstag, die Staats- und Regierungschefs der EU hätten sich auf dem Gipfel weiter geweigert, dem aktuellen „Klimanotfall“ zu begegnen. Die Klimakrise bei den Verhandlungen komplett zu ignorieren, sei „unentschuldbar“.

In dem offenen Brief hatten Thunberg und ihre Mitstreiterinnen bereits am vergangenen Donnerstag unter anderem den sofortigen Stopp jeglicher Investitionen in und Subventionen für fossile Brennstoffe sowie die Festlegung jährlicher, verbindlicher CO2-Budgets eingefordert.

Das Schreiben hatten etliche Klimaforscher, aber auch zahlreiche Prominente wie Hollywood-Star Leonardo DiCaprio unterzeichnet. Mittlerweile sind laut Angaben von Fridays for Future mehr als 78.000 Unterschriften zusammengekommen.