EU-Parlament wurde nach Russland-Votum Ziel von Hackerangriff

Nachdem das EU-Parlament Russland als staatlichen Terrorismus-Unterstützer eingestuft hatte, wurde die Webseite durch Cyberangriffe lahmgelegt.

Die Webseite des EU-Parlaments wurde nach dem Russland-Votum Ziel von einem Hackerangriff.
Die Webseite des EU-Parlaments wurde nach dem Russland-Votum Ziel von einem Hackerangriff.dpa/Philipp von Ditfurth

Die Internetseite des EU-Parlaments ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Die Website des Parlaments sei derzeit wegen zahlreicher Zugriffe nur eingeschränkt nutzbar, teilte der Presseverantwortliche des EU-Parlaments, Jaume Duch, am Mittwoch auf Twitter mit.

Hackerangriff kam offenbar von Kremlnaher Gruppe

Parlamentspräsidentin Roberta Metsola macht eine prorussische Gruppe für den Hackerangriff verantwortlich. „Eine Gruppe von Kreml-Unterstützern hat sich dazu bekannt“, schrieb Metsola am Mittwoch im Onlinedienst Twitter.

Wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament in einer Resolution Russland als Terrorismus-Unterstützer verurteilt. Ob der Angriff in Zusammenhang mit der Resolution steht, war zunächst unklar. Metsola sehe trotzdem einen zeitlichen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen. Allerdings gab es immer wieder Angriffe von Hackergruppen aus Russland auf Behörden westlicher Staaten.

Angriff: Server wurden lahmgelegt

Die Zugriffe stünden im Zusammenhang mit einem sogenannten DDoS-Angriff, schrieb Duch weiter. Man arbeite daran, die dadurch entstandenen Probleme so schnell wie möglich zu beheben. Bei DDoS-Attacken überrollen Angreifer die Server ihrer Opfer mit einer Flut von Datenanfragen, um diese lahmzulegen.