EU will 15.000 ukrainische Soldaten ausbilden

Um die ukrainischen Streitkräfte weiter zu unterstützen, ist nun eine gemeinsame Mission der EU-Staaten geplant. Auch die Bundeswehr ist beteiligt.

Ukrainische Soldaten trainieren einen Bodenangriff. (Archivbild)
Ukrainische Soldaten trainieren einen Bodenangriff. (Archivbild)dpa/Nariman El-Mofty

Die EU will die Ukraine nicht nur mit Waffen unterstützen. Am Montag sind nun neue Details zur Ausbildung ukrainischer Soldaten bekannt geworden. Wie der Spiegel berichtete, einigten sich die Mitgliedstaaten der EU in den letzten Wochen darauf, so schnell wie möglich bis zu 15.000 ukrainische Soldaten außerhalb des Landes aus- und weiterzubilden.

Etwa 3000 Soldaten sollen eine Spezialausbildung bekommen. Als Beispiele wurden die taktische Gefechtsausbildung für Kommandeure oder Lehrgänge für Pioniere genannt. 

Ausbildungsmission soll Mitte Oktober beschlossen werden

Aktuell trainiert die Bundeswehr in Deutschland ukrainische Streitkräfte für die von Berlin gelieferten Waffensysteme wie die Panzerhaubitze 2000 oder den Flugabwehrpanzer Gepard. Die EU-Mission soll den Plänen zufolge eine zentralisierte Ausbildung der ukrainischen Soldaten ermöglichen. 

In Polen soll eine Art kleines Hauptquartier – im Militärjargon „Forces Headquarters“ genannt – aufgebaut werden. Statt eines zentralen Trainingslagers soll es einzelne Lehrgänge in den EU-Ländern geben. Deutschland plant bereits eigene Schulungen durch die Bundeswehr.

Derzeit erzielen die ukrainischen Streitkräfte einige militärische Erfolge. Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete am Sonntag die „vollständige“ Befreiung der strategisch wichtigen Stadt Lyman von russischer Militärpräsenz. Auch in den Oblasten Luhansk und Cherson wurden mehrere Gebiete zurückerobert.

Die letzten Details für die EUMAM-Mission sollen in der kommenden Woche in Brüssel verhandelt werden. Beschlossen werden soll das Vorhaben dann beim nächsten formellen EU-Außenrat am 17. Oktober.