Kehl - Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) warnt vor Betrügern, die SMS und Briefe verschicken, in denen steht, man habe Telefonsex-Angebote genutzt. Auch wenn von den vermeintlichen tschechischen Firmen Mitteilungen folgen mit Betreffen wie „Letzte Mahnung“ oder „Vermeiden Sie weitere Maßnahmen“, gilt den Verbraucherschützern zufolge: nicht zahlen.

Hinter den Versuchen stehen den Angaben zufolge angebliche Firmen, die ihre Namen ständig wechseln. Bekannt seien unter anderem Telestar, Telesmart, Arvex, Mexcom, Kawora, Werso, Comera, Innova Inkasso, Telpay oder Madaco. Das Verbraucherzentrum geht davon aus, dass die Betrüger zur Datenermittlung Tricks wie Lockanrufe nutzen oder Anrufe, in denen nach der Adresse gefragt wird, weil angeblich ein Paket nicht zugestellt werden konnte.

Rat: Beschweren und Polizei informieren

Selbst wer tatsächlich schon einmal Telefonsex-Dienstleistungen in Anspruch genommen habe, bezahle diese erst einmal direkt als reine Verbindungskosten, so die Verbraucherschützer. Höhere Kosten dürften nur berechnet werden, wenn zuvor ein Vertrag mit festgelegten Preisen abgeschlossen worden sei. Unternehmen müssen dies belegen können, was bei den besagten Scheinrechnungen in der Regel nicht der Fall sei.

Betroffenen rät das EVZ, sich schriftlich beim Absender zu beschweren und diesen auffordern, die Forderung fallen zu lassen und weitere Schreiben zu unterlassen. Auch die Polizei sollte informiert werden. Wer Fragen zum Thema hat oder Hilfe benötigt, kann sich kostenlos an das  Verbraucherzentrum wenden.