Berlin - Nach der Evakuierung eines Hochhauses in Berlin-Mitte wegen eines Wasserschadens laufen die Reparaturen laut Vermieter „auf Hochtouren“. Etwa 300 Menschen aus den 168 Wohnungen in der Leipziger Straße mussten am vergangenen Sonntag ihr Zuhause aus Sicherheitsgründen verlassen.

Experten und Fachfirmen würden täglich vor Ort Schäden aufnehmen und Instandsetzungen vorantreiben, teilte ein Sprecher der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WGM) am Sonnabend mit. Kabel und elektrische Installationen seien bis zum zwölften Stockwerk „komplett wassergeschädigt“. „Unser Ziel ist es, sämtliche Wohnungen schnellstmöglich wieder an die Stromversorgung anzuschließen“, erklärte der Sprecher. Auch die Telefonanlage im Keller wurde demnach durch das Wasser beschädigt.

Zeitpunkt für Rückkehr der Anwohner weiter unklar

Alle Mieter, die sich bei der WGM auf der Suche nach einer Ersatzunterkunft gemeldet hatten, seien „in Hotels, Apartments und Wohnungen“ untergebracht worden. Einen Zeitpunkt, wann sie in das Hochhaus zurückkehren können, nannte der Sprecher zunächst nicht. Die Wohnungen in den Etagen 12 bis 22 sollen als Erste einzugsbereit werden, anschließend die unteren Stockwerke. Die WGM will Mietminderungen „einvernehmlich und unter Berücksichtigung aller Umstände“ mit den Mietern klären.

Grund für den Wasserschaden war demnach ein kaputtes Druckventil der speziellen Wasserleitung für die Feuerwehr in dem Haus. Die letzte Prüfung dieser Feuerlöschleitung erfolgte nach Angaben der WGM im Juli 2021.