Der Journalist und Autor Peter Merseburger ist tot. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus dem Kreis der Familie. Merseburger starb demnach bereits am Dienstag im Alter von 93 Jahren in Berlin.

Der frühere ARD-Korrespondent und politische Publizist gehörte zu den prägenden Gestalten der westdeutschen Medienlandschaft in der Nachkriegszeit, so etwa in den 60er- und 70er-Jahren als Moderator des ARD-Magazins „Panorama“. Seine Berichte und Kommentare lösten teils heftige politische Reaktionen im konservativen Lager aus.

Korrespondent in Washington und Ost-Berlin

1977 ging Merseburger als ARD-Korrespondent nach Washington. 1982 wechselte er nach Ost-Berlin. 1987 – knapp zwei Jahre vor dem Fall der Mauer – folgte eine Station als ARD-Korrespondent in London. Anfang 1991 ging Merseburger als 63-Jähriger vorzeitig in den offiziellen Ruhestand, um als freier Publizist weiter zu arbeiten.

Er verfasste hochgelobte Biografien unter anderem über den Spiegel-Gründer Rudolf Augstein und den SPD-Politiker Willy Brandt.