Berlin - Der für das Humboldt-Forum zuständigen Stiftungstochter Humboldt Forum Service GmbH werden Missstände vorgeworfen. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegel hervor. Demnach habe eine Mitarbeiterin beispielsweise bis zu sechs Stunden am Stück stehen und leere Räume bewachen müssen.

Eine andere Frau, die freiwillig gekündigt haben soll, hat die geringe Anzahl der Toiletten beanstandet. So sei Anfang Januar nur eine Toilette für 66 Personen verfügbar gewesen. Zudem habe sie in der Nähe von Bauarbeiten ohne Ohrstöpsel, Helm und Schutzbrille arbeiten müssen. Ein Sprecher des Humboldt-Forums erklärt dazu, es habe tatsächlich für einige Tage ein Toilettenproblem gegeben. Hygienevorschriften seien aber zu „jeder Zeit“ eingehalten worden. Auch FFP2-Masken habe man zur Verfügung gestellt – ebenso habe es für die Mitarbeiter Schutzkleidung wie Warnwesten gegeben.

Eine weiterer Mitarbeiter spricht davon, er habe „Mikroaggressionen“ aufgrund seiner Hautfarbe erlebt. Er vermutet, dass seine Entlassung rassistisch motiviert war. Das ehemalige Personal kritisiert zudem, dass es eine allgegenwärtige Angst gegeben habe, entlassen zu werden. Dies habe auch „untereinander für Misstrauen gesorgt“, heißt es.

Das Humboldt-Forum entgegnet diesen Vorwürfen: Man bedauere, dass sich Menschen diskriminiert fühlten. Den Rassismus-Vorwurf erkennt die Institution jedoch nicht an.