Krieg

Ex-Nato-Chef: Ukraine-Krieg könnte an diesem Datum enden

Die Ukraine und Russland seien angeschlagen, meint der frühere Nato-Befehlshaber James Stavridis. Er schätzt ein Datum für den Beginn von Friedensverhandlungen.

Ex-Nato-Chef James Stavridis
Ex-Nato-Chef James StavridisNewscom/El Pais/imago

Der frühere Nato-Befehlshaber James Stavridis hat in einem US-amerikanischen Podcast ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs abgeschätzt. „Ich denke, gegen Ende dieses Jahres, wahrscheinlich nach den US-Wahlen, haben wir einen Moment für mögliche Verhandlungen“, sagte Stavridis dem Podcast „The Cats Roundtable“. Er nannte den November für ein denkbares Zeitfenster für Friedensverhandlungen. Beide Kriegsparteien seien angeschlagen, benötigen Hilfe von anderen Staaten bei der Beschaffung von Waffen.

Der Konflikt werde enden „wie der Korea-Krieg, was bedeutet, dass Russland wahrscheinlich immer noch die Kontrolle über einen Teil der Ukraine, die Krim und die Landbrücke nach Russland haben wird“, sagte Stavridis.

Er ist sich sicher, dass die Ukraine bald in die EU und in die Nato aufgenommen wird. „Ich sehe, dass die Ukraine in die Nato kommt“, sagte er. „Ich denke, die Umrisse dieses Deals werden im Laufe des Jahres wahrscheinlich klarer werden.“

Selenskyj zeigte sich bei Caren Miosga enttäuscht

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedauerte im ARD-Talk von Caren Miosga einmal mehr, dass Deutschland nicht bereit ist, Taurus-Marschflugkörper an die Ukraine zu liefern. Allerdings nahm er dafür nicht Scholz in die Verantwortung, wollte aber weder Details noch Hintergründe nennen. Die Entscheidung des Bundestags, der die Lieferung mehrheitlich abgelehnt hatte, sei ein klares Signal gewesen. Doch er hoffe auf eine neue Entscheidung.

Enttäuscht sei er allerdings, sagte Selenskyj, dass Deutschland bei der Besetzung der Krim 2014 „nicht die Rolle gespielt hat, die es hätte spielen sollen“. „Wir haben uns alle ein Deutschland verdient, das Russland an den Verhandlungstisch zwingt, um ihm klarzumachen, dass man das Völkerrecht nicht verletzen darf, dass man die Werte nicht verletzen darf.“

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