Die Manipulation von Diesel-Wagen des VW-Konzerns zur Vortäuschung besserer Abgaswerte war im September 2015 publik geworden.
Foto: dpa/Hendrik Schmidt

BerlinDer in den USA im Gefängnis sitzende frühere VW-Manager Oliver Schmidt hat seiner Auslieferung nach Deutschland zugestimmt. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP und beruft sich dabei auf Schmidts Anwalt Alexander Sättele. Demnach habe Schmidt bei einer Anhörung vor einem Bezirksgericht in Detroit im US-Bundesstaat Michigan am Donnerstag seine Zustimmung zur Überstellung gegeben.

Zwar müsse zunächst noch das US-Justizministerium zustimmen. Dabei soll es sich nach Angaben des in Berlin ansässigen Juristen Sättele aber „um eine reine Formalie“ handeln. Wann genau und wohin die mögliche Überstellung nach Deutschland gegebenenfalls erfolgen wird, ist noch offen. 

Nach der Auslieferung muss dann ein deutsches Gericht entscheiden, ob der Ex-Manager Schmidt den Rest seiner Haftstrafe in Deutschland absitzen muss. Schmidt wurde am 6. Dezember 2017 von einem Bundesgericht in Detroit wegen „Verschwörung zum Betrug“ und „Verstoßes gegen Umweltgesetze“ zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Zusätzlich verhängte das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 Dollar (354.000 Euro). Volkswagen entließ Schmidt noch im selben Monat.

Die Manipulation von Diesel-Wagen des VW-Konzerns zur Vortäuschung besserer Abgaswerte war im September 2015 publik geworden. Der Skandal löste eine Klagewelle in den USA und in Deutschland aus.