BerlinIn der Corona-Pandemie ist es nicht allen Lehrkräften möglich, in der Schule zu unterrichten. Sie verschicken entweder die Aufgaben an die Schüler nach Hause oder unterrichten übers Internet.  

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes können derzeit 918 Lehrkräfte in Berlin nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Sie sind (Stand 30. Oktober) zu Hause. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung dem Abgeordneten Paul Fresdorf (FDP) mit. Die Antwort des Senats liegt der Berliner Zeitung exklusiv vor. Genau genommen handelt es sich 918,8 Lehrerstellen, die hier aufgeführt worden sind. Die betroffenen Lehrer gehören zur Risikogruppe.  

Die meisten Pädagogen fehlen aktuell in Reinickendorf (119,5 Stellen), Tempelhof-Schöneberg (92,2 Lehrerstellen) und Pankow (83,4). Die wenigsten bleiben in Friedrichshain-Kreuzberg zu Hause (39,2), gefolgt von Lichtenberg (40,1) und Spandau (40,3). Hinzu kommen 166 Lehrerinnen und Lehrer aus beruflichen Schulen und 20 Lehrerinnen und Lehrer aus zentral verwalteten Schulen.

Der Abgeordnete Paul Fresdorf (FDP) sagt der Berliner Zeitung: „Wir müssen sehen, dass die betroffenen Kollegen trotzdem in die Schule eingebunden werden, Korrekturarbeiten leisten und die Kollegen unterstützen. Sie haben keinen Urlaubsschein. Da muss Senatorin Scheeres jetzt drauf achten.“

Scheeres' Sprecher Martin Klesmann sagte am Freitagabend, dass der Gesundheitsschutz oberste Priorität habe. Die Lehrkräfte, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, würden, so gut es gehe, in den Betrieb eingebunden.