Exklusiv: So teuer werden die Entlastungen, wackelt das 49-Euro-Ticket? 

Die Bundesregierung will zusammen mit den Länderchefs Entlastungen beschließen. Dadurch wird die Staatskasse um Milliarden belastet. Eine Übersicht.

Das Bundeskabinett bei der Sitzung am Mittwochvormittag
Das Bundeskabinett bei der Sitzung am Mittwochvormittagdpa/Kay Nietfeld

Das Bundesregierung will schon ab Dezember weitere Entlastungen auf den Weg bringen. Doch der Bundeshaushalt wird damit belastet. Die Hilfen werden Milliarden kosten. Geplant ist aktuell eine Soforthilfe für Gaskunden. Sie müssen im Dezember keine Abschlagszahlungen leisten. Die Kosten für diese Soforthilfe werden auf neun Milliarden Euro beziffert.  Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das der Berliner Zeitung exklusiv vorliegt.   

Die Gaspreisbremse kommt schon ab dem 1. Februar und soll bis zum 30.April 2024 gelten. Die Kosten für Privathaushalte werden auf 33 Milliarden Euro beziffert. Die Gaspreisbremse für die Industrie kostet dem Staat 21 Milliarden Euro.

Kommt das 49-Euro-Ticket doch nicht?

Die Strompreisbremse tritt bereits zum 1. Januar 2023 in Kraft und geht bis zum 30. April 2024. Die Kosten für Privathaushalte, die der Bund übernimmt, belaufen sich auf 23 bis 33 Milliarden Euro. Die Kosten für die Industrie werden auf 30 bis 36 Milliarden Euro geschätzt.   

Unklar ist zur Stunde, wie es mit dem geplanten 49-Euro-Ticket weitergeht. Auf dem Eckpunktepapier der Bundesregierung taucht es bisher nicht auf.

Am Nachmittag werden sich die Regierungschefs der Bundesländer mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) treffen, um ein gemeinsames Entlastungspaket zu beschließen.