Berlin - Der Schädlingsbefall an Berliner Eichen und Kastanien könnte in diesem Sommer geringer ausfallen als in den beiden Vorjahren. Eichenprozessionsspinner und Kastanienminiermotte hätten sich in diesem Jahr aufgrund des Regens und der kühlen Temperaturen noch nicht so weit entwickelt wie in den beiden vorigen Jahren, sagte Derk Ehlert, Referent der Berliner Umweltverwaltung. Derweil könnten die Bäume gut und ohne Trockenstress wachsen, so der Experte. Die weitere Entwicklung hänge vom Wetter ab.

„Die Raupen der Eichenprozessionsspinner sind besonders ab dem dritten Stadium sehr auffällig und bauen sogenannte Tagesnester“, sagte Ehlert. Dieses Stadium werde in diesem Jahr erst Ende Mai erwartet. In den beiden Vorjahren waren diese Nester demnach schon Mitte Mai sichtbar. Auch die Entwicklung der Kastanienminiermotten begann spät. „Die ersten Minen sind voraussichtlich erst Anfang Juni sichtbar“, erklärte er.

Anders die Entwicklung beim Buchsbaumzünsler: „Die Raupen haben bereits eine beachtliche Größe entwickelt.“ Erste Schäden seien bereits sichtbar, sagte Ehlert.