Berlin - Periodenslips erobern den Markt und sollen Herstellern zufolge eine umweltfreundliche Alternative zu Wegwerf-Produkten sein. Die Höschen können nach dem Waschen wieder verwendet werden. Doch weil sie nicht immer bei 60 Grad in die Maschine können, nutzen manche Hersteller Biozide, die Pilze und Bakterien abtöten sollen. Hygiene- und Umweltexperten sehen das kritisch.

„Ich halte biozidbehandelte Menstruationswäsche für nicht nachhaltig. Biozide sollen Lebewesen schädigen und abtöten und können unerwünschte Nebenwirkungen auf Gesundheit und auf die Umwelt haben“, sagt etwa die Biologin Susanne Smolka vom Verein Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN Germany).

Behördliche Risikobewertung liegt noch nicht vor

Wie gefährlich die Stoffe in Periodenslips für die Nutzerinnen sind, ist unklar. Am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde noch keine gesundheitliche Bewertung solcher Wäsche durchgeführt. „Solange keine Bewertung – weder auf gesundheitliche Risiken noch auf Wirksamkeit – durchgeführt wurde, sehen wir den Einsatz biozider Stoffe, insbesondere in direktem Hautkontakt, kritisch“, heißt es vom BfR.