Die Milch ist knapp – und wird offenbar deutlich teurer. Wie das Manager Magazin berichtet, ging der Börsenwert für Milch Ende März durch die Decke: Ein Kilogramm Milch kostete demnach 70 Cent, doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Auch die Butterpreise zogen kräftig an: Eine Tonne Butter kostete 7200 Euro, Magermilchpulver 4200 Euro pro Tonne.

Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zufolge waren die Preise für Milch, Butter, Joghurt, Sahne, Quark und Kondensmilch bereits im Januar im Vergleich zum Vorjahr um knapp neun Prozent gestiegen. Experten warnen nun vor einem weiteren Preisanstieg im April, heißt es.

Lieferengpässe bei Molkereien

Die mit dem Ukraine-Krieg gestiegenen Energiepreise und gestörten Lieferketten sorgen für eine Verknappung der Produkte. Laut der Lebensmittelzeitung haben Molkereien deutliche Lieferengpässe zu verzeichnen. Durch das gesunkene Angebot, aber steigende Nachfrage zum Beispiel in Asien, müssen sich letztlich Milchkäufer auf gestiegene Preise einstellen. Die internationale Handelsplattform Global Dairy Trade hat nachgerechnet: Der Preisindex für Milch liegt dieses Jahr 22 Prozent über dem von 2021. Das ist das zweithöchste Ergebnis seit Anfang 2013.

Derzeit kostet bei Aldi die günstigste Packung Milch 88 Cent und ist damit neun Cent teurer als noch zu Beginn des Jahres. 250 Gramm Butter kosten etwa 1,89 Euro – ein Anstieg von 25 Cent. Doch damit nicht genug: Die Preise sollen weiter anziehen – auch für Käse, schreibt das Manager Magazin. Die Süddeutsche Butter- und Käse-Börse zieht in ihrem aktuellen Marktbericht folgendes Fazit: „An Normalität ist im Moment kaum zu denken. Eine scheinbar unendliche Verfügbarkeit von Waren und Produkten zeigt nun doch immer wieder Engpässe auf.“