Einsatzkräfte des THW in Beirut.
Foto: dpa/Marwan Naamani

BerlinEin großer Teil der Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) ist am Montagvormittag aus dem Libanon nach Deutschland zurückgekehrt. „Es war ein herausfordernder Einsatz“, sagte ein Sprecher des THW der Deutschen Presse-Agentur. „Die Kollegen vor Ort haben von einer völligen Zerstörung berichtet.“ Überlebende habe die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) in den Trümmern keine mehr gefunden. Auch vier Rettungshunde waren in Beirut im Einsatz.

36 der 43 Helfer seien am Vormittag nach einem rund vier Tage langen Einsatz gelandet und nach einem Corona-Schnelltest zum zentralen Treffpunkt nach Rüsselsheim gebracht worden. „Dort warten sie jetzt auf das Ergebnis des Tests“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Danach gehen die Einsatzkräfte für sechs Tage in Quarantäne, nach dem fünften Tag soll ein weiterer Corona-Test folgen.

Sieben Einsatzkräfte seien noch in Beirut. Ein Teil sei weiter zur Unterstützung der deutschen Botschaft vor Ort, einige Einsatzkräfte prüften die Häuser in der Stadt auf ihre Statik. Auch 13 Helfer der Rettungsorganisation @fire Internationaler Katastrophenschutz kehrten am Montag nach Deutschland zurück.

Bei einer Explosion im Beiruter Hafen sind mindestens 160 Menschen gestorben und mehr als 6000 verletzt worden. Am Wochenende schlugen Demonstrationen im Zentrum der Stadt gegen die politische Elite in Chaos und Gewalt um.