Bierun - Bei einer Explosion in einer Sprengstofffabrik in Polen ist ein Mitarbeiter ums Leben gekommen, ein weiterer kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich laut Nachrichtenagentur PAP am Donnerstagvormittag in einer Fabrik in der schlesischen Kreisstadt Bierun. 

Der Knall soll kilometerweit zu hören gewesen sein. Einen Brand habe es nicht gegeben, Gefahr für die Umwelt auch nicht. Polizei und Staatsanwaltschaft sind den Angaben zufolge gemeinsam mit einer vom Werk einberufenen Expertenkommission dabei, die Unglücksursache zu ermitteln.

Wie ein Sprecher der Sprengstofffabrik sagte, ereignete sich die Detonation während Routinearbeiten bei der Vernichtung von Abfällen aus der Vorproduktion. Der Ort der Explosion liegt nach Angaben der örtlichen Feuerwehr außerhalb der Produktionsstätten. Bei dem getöteten Mitarbeiter handelt es sich um einen 49-Jährigen, der viele Jahre in der Sprengstofffabrik tätig war.

Die Fabrik in Bierun ist den Angaben zufolge der größte Produzent von Sprengstoff und Zündsystemen für den zivilen Bereich in Polen und einer der größten in Europa.

Auch in Italien gab es eine Explosion in einer Sprengstofffabrik 

Erst kurz vor Weihnachten waren bei einer Explosion in einer zivil genutzten Sprengstofffabrik in Italien drei Menschen ums Leben gekommen. Die Explosion hatte sich in einer Fabrik des Unternehmens Esplodenti Sabino nahe der Stadt Chieti im Zentrum Italiens ereignet.

Die drei Opfer hatten in der Fabrik im kleinen Ort Casalbordino gearbeitet. Laut der Internetseite des Unternehmens stellt die Firma nicht nur Sprengstoff her, sondern entschärft auch Bomben und andere explosive Geschosse.