Mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei Berlin drohen zu explodieren. Sie dürfen deshalb nicht mehr betankt werden und wurden zunächst stillgelegt. Es handelt sich dabei um 14 Autos der Marke Volkswagen, die mit Erdgas betrieben werden. Darüber berichtete zunächst die Morgenpost. Laut dem Bericht hat es eine Mitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) an die Berliner Polizei gegeben, dass bei Erdgasfahrzeugen von VW aufgrund von Korrosion der Tanks eine Explosionsgefahr beim Betanken bestehen kann.

Bereits früher habe es Probleme mit den Tanks gegeben. Sie seien zwar in einer Rückrufaktion getauscht worden. Dennoch habe es einen Vorfall gegeben, bei dem bei einem Privatfahrzeug ein Tank barst und der Tankende verletzt wurde. Zuletzt war Mitte April 2022 ein VW Touran an einer Tankstelle bei Bremen explodiert – während der Wagen betankt wurde. Der Besitzer wurde verletzt, er musste mit Schnittwunden an den Beinen in ein Krankenhaus gebracht werden.

VW: Bersten der Gasflasche kann tödliche Verletzungen verursachen

VW teilt aktuell mit, man habe mit den Rückrufaktionen „20X7, 20Y8 und 20X4 den Tausch der Gasflaschen bei Erdgasfahrzeugen verschiedener Baureihen beauftragt. Betroffen sind davon die Modellreihen Touran, Passat und Caddy. Halter von betroffenen Fahrzeugen werden aufgefordert, Kontakt zu einer Volkswagen-Vertragswerkstatt aufzunehmen.“ Und weiter: „Korrosion an Gasflaschen der betroffenen Fahrzeuge kann zum Bersten einer Gasflasche führen und so schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.“

In dem internen Schreiben der Polizei Berlin heißt es dem Bericht zufolge weiter, dass die Nutzung der 14 betroffenen Fahrzeuge mit sofortiger Wirkung untersagt sei, Erdgas-Tankungen dürften nicht mehr vorgenommen werden.

Betroffen seien konkret zivile Fahrzeuge der Diensthundeführereinheit, Servicefahrzeuge der Direktion Zentraler Service sowie ein ziviles Fahrzeug der Direktion eins. Wann die Autos wieder einsatzbereit sind, ist unklar. Zunächst werde die „weitere Vorgehensweise wie etwa der Abruf und die Überführung der Fahrzeuge in eine Werkstatt, die technische Prüfung, die Ersatzteilbeschaffung und der Austausch der Tanks besprochen und geplant“, heißt es in dem Bericht. Nach Polizeiangaben wurden die betroffenen Pkw sichergestellt. Die Tanks seien zudem technisch „so bearbeitet“ worden, dass „auch eine versehentliche Betankung ausgeschlossen“ sei.