Facebook untersagt die Leugnung des Holocaust in seinem Dienst.
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BerlinDas soziale Netzwerk Facebook verbietet in seinem Dienst weltweit die Holocaust-Leugnung. Der Firmengründer und Chef Mark Zuckerberg verwies zur Begründung auf eine Zunahme des Antisemitismus.

Die Abwägung zwischen Redefreiheit und dem Schaden durch die Leugnung oder Verharmlosung des Völkermordes an Juden durch die Nationalsozialisten habe ihm zu schaffen gemacht, räumte Zuckerberg in einem Facebook-Eintrag am Montag ein. „Beim aktuellen Zustand der Welt“ halte er ein Verbot aber für die richtige Entscheidung.

In Ländern wie Deutschland, wo die Holocaust-Leugnung sowieso illegal ist, blockierte Facebook bereits entsprechende Inhalte, wenn innerhalb des Online-Netzwerks auf sie hingewiesen wurde.

Facebook schränkte zugleich ein, dass die Durchsetzung der neuen Regel „nicht von heute auf morgen“ erfolgen könne. „Es gibt eine ganze Reihe von Inhalten, die gegen die neuen Richtlinien verstoßen, und es wird einige Zeit kosten, die zuständigen Teams zu schulen und unsere Systeme anzupassen“, hieß es in einem Blogeintrag.

Zuckerberg hatte vor gut zwei Jahren massive Kritik auf sich gezogen, als er in einem Interview erklärte, er wolle Beiträge von Holocaust-Leugnern weiterhin nicht grundsätzlich von der Plattform verbannen. Er selbst sei Jude und finde diese Aussagen zutiefst beleidigend, sagte er damals dem Technologieblog „Recode“. „Aber am Ende glaube ich nicht, dass unsere Plattform das herunternehmen sollte, weil ich denke, dass es Dinge gibt, bei denen verschiedene Menschen falschliegen. Ich denke nicht, dass sie absichtlich falschliegen“, sagte er damals.