Fahrgäste an einem ICE im Hauptbahnhof von München. 
   Foto: Imagoimages/Jochen Eckel

BerlinZum Fahrplanwechsel 2021 baut die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr aus. Zwischen den beiden größten Städten Deutschlands, Hamburg und Berlin, wächst die Anzahl der Züge von bisher 46 auf bis zu 60 Züge täglich. Damit stehen künftig 6000 zusätzliche Sitzplätze für die Fahrt von der Elbe an die Spree zur Verfügung, teilte die Bahn am Sonntag mit.

Zudem würden auch „der Ausbau und die Modernisierung der Fernverkehrsflotte voranschreiten“. Ab Jahresende stehen nach Angaben der Bahn damit täglich 13.000 zusätzliche Sitzplätze in neuen Zügen zur Verfügung.

 

Das sind die wichtigsten Neuerungen im Fahrplanwechsel

  • Der neue Eurocity (EC) fährt von Berlin Hbf (ab 10.40 Uhr) über Frankfurt (Oder) (ab 11.45 Uhr) schnell und ohne Umstieg zum Beispiel nach Zielona Gora (an 12.51 Uhr), Breslau (an 14.47 Uhr) und Krakau (an 17.39 Uhr). In der Gegenrichtung erreicht der Eurocity aus Krakau (Abfahrt 10.18 Uhr), Breslau (ab 13.05 Uhr) und Zielona Gora (ab 15.06 Uhr) um 16.12 Uhr Frankfurt (Oder) und fährt weiter nach Berlin Hbf (an 17.16 Uhr). Damit ergänzt dieser neue EC die bereits bestehende Fahrtmöglichkeit über Nacht von Berlin über Frankfurt (Oder) nach Breslau und Krakau in EC-Sitzwagen, die Teil des ÖBB-Nachtzuges „nightjet“ nach Wien sind.
  • Ab Berlin Hbf (ab 6.08 Uhr) fährt zwischen 26. Dezember 2020 und
    20. März 2021 ein direkter ICE via Rosenheim und Innsbruck bis nach Landeck und abends zurück.
  • Auf der Linie Berlin–Hannover–Köln/Düsseldorf gibt es im Laufe des nächsten Jahres rund 17 Prozent mehr Sitzplätze pro Zug und Fahrradmitnahme, da vermehrt neue ICE-4-Züge eingesetzt werden. Außerdem mehrere zusätzliche Fahrten dieser ICE-Linie am Wochenende.
  • Für Berlin von/nach Bonn: Ausweitung der ICE-Direktverbindungen von zwei auf sieben Fahrten pro Tag und Richtung (20 Minuten schneller als mit Umstieg). Dabei kommt auch der bestehende ICE über Nacht nach Berlin Hbf (an 5.36 Uhr) künftig neu direkt aus Bonn (an 22.48 Uhr).
  • Zusätzlicher ICE morgens von Hannover/Wolfsburg nach Berlin: Verlängerung des bereits aus Hamburg via Hannover fahrenden ICE über Wolfsburg (ab 7.37 Uhr) hinaus weiter via Stendal (ab 8.05 Uhr) bis Berlin Hbf (an 8.55 Uhr).
  • Die schnellen Sprinter Berlin–München fahren künftig zum Beispiel auch sonntags um etwa 6 Uhr jeweils ab Berlin und München mit einer Reisezeit von knapp vier Stunden. So können Berliner auch am Sonntag Nürnberg schon um 9 Uhr und München um 10 Uhr erreichen – eine Stunde früher als bislang.
  • Zusätzlich samstags ICE ab Berlin Hbf (ab 19.35 Uhr) via Braunschweig, Hildesheim, Göttingen nach Kassel-Wilhelmshöhe (an 22.15 Uhr) sowie in Gegenrichtung sonntags ICE von Kassel-Wilhelmshöhe (ab 6.43 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.27 Uhr) – zwei Stunden früher als derzeit mit der ersten sonntäglichen Direktverbindung.
  • Künftig auch freitags Sprinter-ICE ohne Halt von Frankfurt am Main Hbf
    (ab 6 Uhr) nach Berlin Hbf (an 9.54 Uhr). Bisher verkehrte dieser Zug nur montags bis donnerstags.

Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember 2020. Ab dem 13. Oktober können Fahrkarten, Platzreservierungen etc. unter www.bahn.de, in DB Reisezentren und Agenturen, an Automaten oder auch telefonisch unter 0180 6 99 66 33  gekauft werden.