BerlinFür Bahnkunden in Berlin und Brandenburg gibt es von Sonntag an einige Änderungen. Die Verbindungen von nach und Hamburg werden mit dem Fahrplanwechsel deutlich ausgebaut. 60 statt bisher 45 Züge werden täglich zwischen den beiden größten deutschen Städten unterwegs sein. Tagsüber fahren ICE-, Intercity- und Eurocity-Züge dort nun durchschnittlich im Halbstundentakt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sieht darin den Startschuss für den „Deutschlandtakt“, auf den seit Jahren hingearbeitet wird.

Jeweils drei bis acht Minuten nach der vollen und der halben Stunde geht es am Berliner Hauptbahnhof los Richtung Hamburg. Für die Rückfahrt lohnt aber ein Blick auf den Fahrplan. Fahrplanmäßig schwankt in Hamburg die Wartezeit zwischen der Abfahrt zweier Züge zwischen 14 und 46 Minuten.

Auch auf anderen Strecken wächst das Angebot. So gibt es neue Direktverbindungen zwischen Berlin und der früheren Bundeshauptstadt Bonn – eine Strecke, auf der etwa viele Regierungsbeamte noch immer lieber fliegen. Zwischen Köln und Berlin fährt jetzt auch der ICE4, das heißt: mehr Sitzplätze als bisher, plus Fahrradabteil.

Im Regionalverkehr bleiben die wichtigsten Verbindungen unverändert. Größere Neuerungen hatte es schon zur Eröffnung des BER gegeben. Am Willy-Brandt-Flughafen halten neben S-Bahn- und Regionalzügen auch Intercity-Züge der Linie Rostock-Dresden. In der vergangenen Woche ging in Berlin die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 in Betrieb.

Neu ab Sonntag ist, dass es nach mehrjähriger Pause wieder Direktverbindungen zwischen Finsterwalde und Berlin gibt. Es sind Verstärkerzüge der Linie R5, die bislang nach Elsterwerda fuhren. Dorthin kommen Fahrgäste aber auch zum VBB-Tarif im Intercity.

Zwischen Eberswalde und Wriezen fahren am Wochenende häufiger Züge. Damit Arbeiter besser zur Baustelle des Tesla-Autowerks kommen, hält der Regionalexpress häufiger am Bahnhof Fangschleuse. Am Berliner Ostbahnhof wird weiter das Hallendach saniert. Deshalb halten die Züge dort seltener.

Bahnfahren wird wieder teurer. Im Fernverkehr werden Fahrkarten nach dem deutlichen Preisnachlass zu Jahresbeginn durchschnittlich ein Prozent teurer. Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) steigen die Fahrpreise am 1. Januar durchschnittlich um 1,9 Prozent.