Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2019.
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BerlinEin Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz hat erstmals öffentlich bestätigt, dass seine Behörde bei einem oft von Anis Amri besuchten Moschee-Verein einen Informanten hatte. Der Mann wurde am Donnerstag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz 2016 befragt. Nach Angaben von Teilnehmern der Sitzung sagte er, die V-Person habe Amri vor dem Anschlag nicht als relevante Person wahrgenommen.

Der abgelehnte Asylbewerber Anis Amri war häufig in der auch von radikalen Islamisten aufgesuchte Fussilet-Moschee in Moabit, auch am Tag des Anschlags. Kurz danach hatte der damalige Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, erklärt, die Behörde habe mit Amri kaum zu tun gehabt. Dieser sei ein „reiner Polizeifall“ gewesen.

Inzwischen ist allerdings bekannt, dass sich auch der Verfassungsschutz mit Amri, der auch Kontakt zu Salafisten in anderen Bundesländern hatte, beschäftigt hat. Maaßen soll voraussichtlich in der kommenden Woche im Untersuchungsausschuss als Zeuge vernommen werden. Der Ausschuss hat die Aufgabe, mögliche Fehler der Behörden zu untersuchen. Es gibt verschiedene offene Fragen und unter anderem Zweifel daran, dass Amri alleine für den Anschlag verantwortlich war.