Falsche Identität? Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen HSV-Profi Jatta

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat Fußballer Jatta bei seiner Einreise nach Deutschland einen falschen Namen und ein falsches Geburtsdatum angegeben.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gegen Bakery Jatta vom Hamburger SV Anklage wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz erhoben.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat gegen Bakery Jatta vom Hamburger SV Anklage wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz erhoben.dpa/Guido Kirchner

Hamburg - Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen Profi Bakery Jatta  vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV Anklage vor dem Jugendrichter des Amtsgerichts Altona erhoben. Dem Angreifer werden Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen. Das geht aus einer Pressemitteilung von Montag hervor. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft soll Jatta eigentlich Bakary Daffeh heißen.

2019 hatte der „Fall Jatta“ bundesweit für viel Aufsehen gesorgt. Die Sport Bild hatte mit einem Bericht Zweifel an Jattas Identität aufgeworfen. Demnach könnte der Offensivspieler aus Gambia eine Vergangenheit als Bakary Daffeh haben und zweieinhalb Jahre älter sein als bislang angenommen. Die darauffolgenden Ermittlungen führten zunächst zu keinem Ergebnis. Jatta sprach von einer „Hexenjagd“ und bedankte sich bei den Verantwortlichen des HSV, die ihn stets stützten.

Im Vorjahr waren dann die privaten Wohnräume Jattas durchsucht worden. Dabei wurden Smartphones und Tablets sichergestellt.