Berlin - In Berlin sind in den vergangenen rund 50 Jahren fast 300 Mordfälle nicht aufgeklärt worden. Zwischen 1968 und 2021 habe die Polizei insgesamt 286 nicht aufgeklärte Tötungsdelikte oder mutmaßliche Tötungsdelikte registriert, antwortete der Senat auf eine AfD-Anfrage. Unter diesen sogenannten „Cold-Cases“ seien auch Vermisstenfälle, bei denen das Landeskriminalamt (LKA) den Verdacht habe, dass es um ein Gewaltverbrechen gehe.

Immer wieder würden aber auch solche alten Fälle aufgeklärt, hieß es. In den vergangenen fünf Jahren seien Verdächtige für fünf Tötungsdelikte ermittelt worden, die jeweils länger als fünf Jahre zurücklagen.

Pro Jahr gibt es in Berlin etwa 50 Tötungsdelikte, aus juristischer Sicht also meist Fälle von Mord oder Totschlag. Die allermeisten, im Durchschnitt deutlich mehr als 90 Prozent, werden aufgeklärt.