Dresden/Berlin - Sachsen hat am Samstag 125 verstorbene Corona-Patienten an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Das war fast ein Viertel aller 510 Corona-Toten bundesweit. Mit seinen rund vier Millionen Einwohnern stellt Sachsen nur knapp fünf Prozent der deutschen Bevölkerung. Bereits am Freitag hatte Sachsen nach RKI-Angaben mehr als 100 Todesfälle gemeldet (113).

Die Inzidenz geht im Freistaat unterdessen weiter zurück. Am Samstag wurde der Wert mit 1036,2 angegeben nach 1081,9 am Freitag. Sachsen bleibt damit allerdings vor dem Nachbarbundesland Thüringen (1020,8) weiter Negativ-Spitzenreiter in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl von Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an. Bundesweit lag die Inzidenz am Samstag bei 402 (Vortag: 413,7).

Corona: Sechs Landkreise in Sachsen haben Inzidenz von über 1000

Von den 13 Regionen in Sachsen weisen sechs Landkreise Inzidenzen von über 1000 aus. Den – auch bundesweit – höchsten Wert hat dabei der Landkreis Meißen mit 2133,0. Auch der Landkreis Mittelsachsen (1510,9) und der Vogtlandkreis (1378,7) zählen zu den zehn Regionen in Deutschland mit den höchsten Corona-Infektionsraten. Die niedrigste Inzidenz im Freistaat hat die Stadt Leipzig mit 595,7.

An den Angaben aus Sachsen hatte es zuletzt wiederholt Zweifel gegeben, weil Behörden aufgrund der hohen Fallzahlen nicht immer pünktlich Meldung erstatten konnten. Am Freitag hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) allerdings gesagt, dass die meisten Gesundheitsämter inzwischen wieder tagesaktuell meldeten. Die Inzidenzberechnung nähere sich den tatsächlichen Gegebenheiten an.