München - Ehrenpräsident Uli Hoeneß erwartet beim FC Bayern München interessante Neuverpflichtungen und einen Verbleib des abwanderungswilligen Weltfußballers Robert Lewandowski. „Ich glaube, es wird sehr intensiv an der neuen Mannschaft gebastelt, und wenn das alles kommt, was sie mir die Woche vorgestellt haben, dann sehe ich eine gute Chance, dass wir nächstes Jahr eine attraktive Mannschaft haben - mit Robert Lewandowski“, sagte der 70-Jährige dem TV-Sender Sport1.

Der frühere Vereinspräsident plädierte dafür, bei dem Stürmerstar auf eine Erfüllung seines bis 30. Juni 2023 laufenden Vertrages zu drängen, wenn es für den Bundesliga-Rekordtorschützen keinen Ersatz gibt. „Und dann muss man sehen, ob er nächstes Jahr ablösefrei geht oder vielleicht sogar nochmal verlängert, das weiß ja kein Mensch“, meinte Hoeneß.

Polens Nationalmannschaftskapitän und sein Berater Pini Zahavi hatten zuletzt erklärt, das Thema Bayern München sei für Lewandowski beendet. Der Angreifer soll einen Wechsel zum FC Barcelona anstreben. „Ich würde allen Beteiligten empfehlen, sachlich zu bleiben, die Sache nicht eskalieren zu lassen, und dann wird auch über dem Haus Lewandowski-Bayern München wieder bald die Sonne scheinen“, sagte Hoeneß.

Lewandowski kontert: „Etwas ist in mir gestorben, möchte Bayern verlassen“

Lewandowski sieht das offenbar ganz anders. Der Stürmer-Star hat in polnischen Medien erneut bekräftigt, den FC Bayern München noch in diesem Sommer verlassen zu wollen. Im Interview mit dem Sender Onet Sport sagte er ziemlich deutlich: „Etwas ist in mir gestorben, ich möchte Bayern verlassen, um mehr Emotionen in meinem Leben zu haben“. Er fügte hinzu: „Ich möchte nur Bayern verlassen. Der beste Weg ist, gemeinsam eine Lösung zu finden“.

Lewandowski geht nicht davon aus, dass die Bayern um jeden Preis bis zum Schluss auf den Vertrag pochen werden. „Warum sollten sie das tun? Welcher Spieler will dann noch zum FC Bayern kommen, wenn er weiß, dass ihm das passieren kann?“ Er vermisse von Vereinsseite Loyalität und Respekt.