Berlin - Circa sechs Millionen Paaren leiden in Deutschland daran, dass sie keinen Nachwuchs bekommen können. Die Berliner FDP bringt deswegen am Donnerstag einen Antrag in die Plenarsitzung ein, womit kinderlose Paare mehr Unterstützung für eine Kinderwunschbehandlung bekommen sollen. Beispielsweise für für eine künstliche Befruchtung oder Hormonbehandlung sollen sie einmalig 1000 Euro bekommen. Die Kosten für so eine Behandlung kann unter Umständen 10.000 Euro oder mehr kosten.

Auch homosexuelle Paare oder unverheiratete Paare sollen von der Hilfe profitieren, fordert die FDP. Das Antragverfahren und die Auszahlung der Hilfen müssten beschleunigt werden, heißt es in dem Antrag. 

Die Abgeordnete Maren Jasper-Winter hat den Antrag eingebracht. Sie sagt: „Für viele Paare, die eine Kinderwunschbehandlung planen, ist die Zeit der dringendste Faktor. Es ist unzumutbar, wenn diese Paare über vier Monate auf die finanzielle Förderung warten müssen. Die Kinderwunschbehandlung darf nicht vom Kontostand abhängen, gerade deshalb sind diese Fördermittel verfügbar, doch die hohen Wartezeiten, die durch die Verwaltung verursacht werden, konterkarieren dieses Ziel.“ Ob der Antrag bei der rot-rot-grünen Koalition eine Zustimmung findet, ist noch unklar.