FDP will Förderung von Nordsee-Gas

Die Gasfelder seien interessant, weil es sich „hier um Energie in unserem Hoheitsgebiet handelt, das sich russischer Einflussnahme entzieht“.

Die Nordsee.
Die Nordsee.dpa

Der FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler fordert die Erkundung und Förderung eigener deutscher Gasvorkommen in der Nordsee. „Wir sehen ja nach den möglichen Anschlägen auf die Nord Stream-Pipelines in der Ostsee, dass unsere Infrastruktur verletzlich ist. Wir müssen deshalb das Angebot ausweiten, um auf weitere Ausfälle reagieren zu können“, sagte Köhler den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Freitagsausgaben).

Die Gasfelder in der Nordsee seien für Deutschland noch interessanter, „weil es sich hier um Energie in unserem Hoheitsgebiet handelt, das sich russischer Einflussnahme entzieht“. Daher müssten die Erkundung und Förderung von Gas in der Nordsee schnell vorangebracht werden.

Im Moment wird in deutschen Gewässern so gut wie kein Gas gefördert. „Wir werden Gas als Brückentechnologie noch lange brauchen“, sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion. „Deshalb zieht das Argument nicht, dass wir nicht schnell das Gas aus der Nordsee fördern können und uns das nicht über den Winter hilft.“

An den von Russland nach Deutschland führenden Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 wurden in dieser Woche insgesamt vier Lecks entdeckt, durch die das Gas in die Ostsee strömt. Vermutet wird ein Sabotageakt, die Blicke westlicher Staaten richten sich dabei nach Russland. Die Leitungen sind zwar nicht in Betrieb, aber aus technischen Gründen mit Gas gefüllt.